Archiv der Kategorie: Society

Öffentliche Gelder nur für offenen Code

Warum es eigentlich essentiell wäre, den Quellcode jeder Software, die im Interesse der Allgemeinheit beschafft und betrieben wird, öffentlich zu machen, hat zuletzt der Chaos Computer Club vorgeführt und beängstigende Details zu fehlerhafter Wahlsoftware ans Licht der Öffentlichkeit gebracht. Stichwort „PC-Wahl“, siehe „Software zur Auswertung der Bundestagswahl unsicher und angreifbar“ und „Open-Source-Spende: CCC schließt größte Schwachstelle in PC-Wahl“.

Nahezu zeitgleich hat die Free Software Foundation Europe eine Kampagne gestartet, in der in einem offenen Brief „Public Money, Public Code“ die Abgeordneten aufgefordert werden, genau dafür eine rechtliche Grundlage zu schaffen. Konkret, dass mit öffentlichen Geldern für öffentliche Verwaltungen entwickelte Software unter einer Freie-Software- und Open-Source Lizenz veröffentlicht werden muss.

Nachdem auf diesem Blog bereits viel über Freie Software geschrieben wurden, lassen wir stattdessen das offizielle Video der Kampagne sprechen. Anschauen und falls überzeugt, den offenen Brief unterschreiben.

https://vimeo.com/232524527

Public Money? Public Code! from Free Software Foundation Europe on Vimeo.

Was soll ich nur wählen? Eine Übersicht der Helf-O-Maten

Die Bundestagswahl steht kurz bevor (diesen Sonntag, 24. September 2017) und Ihr habt immer noch nicht alle Wahlprogramme durchgearbeitet? Kein Problem, neben dem altbekannten Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb gibt es eine Vielzahl an ähnlichen, vergleichenden Hilfestellungen.

Hinweis: Nachdem Ihr sicher wollt, dass Eure politischen Präferenzen auch Euer Geheimnis bleiben, nutzt am Besten den Tor-Browser oder schaut Euch zum Beispiel „Anonym Surfen – Einfach Erklärt“ an.

Allgemein:

Thematisch:

Quellen u.a.: „LdN066 Prognosen, Wahl-FAQ, Überhangmandate, Wahl-Programme, AirBerlin, Zitis“ (Lage der Nation), „Es gibt viel mehr als nur den Wahl-O-Mat“ (enorm)

Die verräterischen Punkte

Anfang des Monats wurde in den USA eine Informantin festgenommen, die geheime Dokumente der NSA an den Intercept weitergegeben haben soll. Es ging darin um eine bisher nicht-öffentliche Untersuchung der NSA bzgl. einer Manipulation der Wahlmaschinensoftware durch russiche Hacker kurz vor den Präsidentenwahlen 2016.

Erstaunlich war, dass die Festnahme innerhalb kürzester Zeit nach dem Zuspielen der entwendeten Unterlagen erfolgte. Über den genauen Hintergrund des rasanten Ermittlungsverlaufs wurde initial wenig berichtet oder auf ein internes Tracking-System der NSA zur Überwachung hauseigener Drucker verwiesen, welches am Ende zur Enttarnung geführt haben soll.

Mittlerweile gibt es jedoch kaum noch Zweifel, dass sie durch ein Tracking-System überführt worden sein könnte, welches in jedem Farblaserdrucker zur Anwendung kommt. Weltweit. Egal welcher Hersteller und Nutzungsbereich. Auch zu Hause.

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WannaCry – Presseschau und Kommentar

Seit vergangenen Freitag infiziert die unter anderem als „WannaCry“ (auch WannaCrypt, WanaCrypt0r 2.0, Wanna Decryptor) bekannte Ransomware hundertausende Computern weltweit. Bereits am ersten Tag wurde sogar in der Tagesschau darüber berichtet, mittlerweile sind die Medien voll von Berichten, Analysen, Kommentaren und Ratschlägen.

Dieser Blogpost soll eine informative Übersicht über hilfreiche und lesenswerte Artikel geben, da dieses Thema bereits ausführlichst auf allen Kanäle diskutiert wurde und wird. Zunächst sollte sich der Leser aber dringend mit folgenden zwei Fragen befassen:

  • Ist auf dem eigenen Computer (oder der seiner betreuten Verwandten und Freunde) eine Version von Microsoft Windows installiert? Falls ja, dann umgehend – sofort! – das Microsoft-Sicherheitsupdate MS17-010 einspielen. Details dazu liefert auch der National Security Officer Michael Kranawetter von Microsoft im Blogeintrag „WannaCrypt: Microsoft schützt auch ältere Windows-Versionen“. Und ja, zukünftig immer Sicherheitsupdates sobald wie möglich einspielen. Ernsthaft.
  • Verfügt man über ein aktuelles Backup aller wichtigen Dateien? Falls nein, dann umgehend eine vollständige Sicherung auf ein externes Medium (USB-Festplatte, NAS, Blu-ray, Diskette) erstellen und sich dies zukünftig zur Gewohnheit machen. Wirklich.

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Kopfhörer und Mithörer

Am 18. April 2017 reicht ein gewisser Plaintiff Kyle Zak aus Chicago, vertreten durch seine Anwälte der Kanzlei Edelson PC Sammelklage gegen die Bose Corporation ein.

Bose ist Hersteller hochwertigerpreisiger HiFi-Komponenten. Eines ihrer Steckenpferde ist seit mehr als zwei Jahrzehnten der mit Antischall betriebene, geräuschreduzierende Kopfhörer. Nicht nur in der Raumfahrt, sondern auch beim Zugfahren oder im Großraumbüro schirmt er seinen Träger vor lästigem Umgebungslärm ab.

In der schönen neuen Welt der Smartphones, Apps und kabellosen Audioübertragung ist das Nutzungserlebnis der aktuellsten Noise-Cancellation-Kopfhörergeneration namens „Quiet Comfort 35“ eng mit der Smartphone-App „Bose Connect“ verknüpft. So können die Kopfhörer damit nicht nur konfiguriert, sondern auch auf die aktuellste Firmware-Version aktualisiert werden.

Eben diese App scheint jedoch nicht dem Grundsatz der Abschirmung zu folgen, sondern betreibt hinsichtlich dem Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer eher das Gegenteil.

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Open Source software within the public sector

Network World has recently published a map of countries that either encourage or mandate for consideration the use of Open Source software within their governmental institutions:

networkworld_os_map

The article by Jon Gold is entitled „Which countries have open-source laws on the books?“ and also points out that it is not that easy to provide a distinct and reliable picture.

So there is still a way to go and if you like to see more yellow countries, support the Free Software Foundation / Free Software Foundation Europe or the Open Source Initiative.

BREAKING – Major tour operators cancel their water sports offerings with destination France

Lately several French communities have passed laws that prohibit any type of beachwear that could violate public order, security, hygiene, or does not respect good morals … or all at once. In French it reads like this „L’accès aux plages et à la baignade est interdit […] à toute personne n’ayant pas une tenue correcte, respectueuse des bonnes mœurs et de la laïcité, respectant les règles d’hygiène et de sécurité des baignades adaptées au domaine public maritime.“ (Le Monde.fr)

So in simple words anything else than bikini or trunk is not allowed in the land of Liberté, Égalité, and Fraternité. How bad for any type of water sports in which one usually wears a kind of wetsuit also known as neoprene that covers the entire body from top to toe. Surfing, kiteboarding, snorkeling, scuba diving, jet skiing, sailing … all now banned from the French coastline.

It even gets worse by a recent report (the Guardian) of misguided police cadets in Nice that accidentally mixed up a headscarf with that kind of infamous beachwear.

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