Alle Beiträge von apfelkraut

HowTo: Bulk exporting all of your image collections from Lightroom to a folder-based structure

Do you plan to switch from Adobe Lightroom to a different image management and raw editor, like its free alternatives darktable or RawTherapee? One of the main challenges is to preserve your carefully created collections‘ structure whilst migrating. Ideally via the file system represented by a hierarchical folder structure to be independent from whatever software you choose.

As I am currently abandoning Lightroom, I have written a Bash-script to accomplish this task:

https://github.com/apfelkraut/ExportLRCatalog

For details please refer to the README.

Mein Blog und die DSGVO

Wer sich aus gegebenen Anlass – der 25. Mai 2018 steht kurz bevor – in der Blogosphäre auf die Suche nach Hilfestellungen zur „Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG“ (kurz: Datenschutz-Grundverordnung, kürzer: DSGVO) begeben hat, stößt entweder auf Schimpftiraden gegen die Verfasser und Verabschieder dieses Gesetzestextes oder aber auf hysterische Abhandlungen, dass wir alle sterben werden. Als Konsequenz wird der Blog entweder direkt vom Netz genommen – zap und dunkel oder man findet zufällig an gleicher Stelle passende Trainings oder Musterunterlagen von vorgeblichen Experten. Gegen einen kleinen aber feinen Obolus, unkompliziert und total datenschutzfreundlich über einen amerikanischen Internet-Zahlungsdienstleister abgewickelt, können diese konsumiert werden, um in letzter Sekunde das Unheil abzuwenden.

Nachdem man einige Quellen gesichtet und sich die allgemeine Aufregung etwas gelegt hat, stößt man aber doch auf die ein oder andere hilfreiche Einführung bzw. Überblick:

Nach erster Lektüre bleibt festzuhalten:
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Die Mär von den gelesenen AGBs

2012 konstatierte die schwedische Initiative CommonTerms, dass die größte Lüge des Internets sei, die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und etwaige Datenschutzrichtlinien gelesen zu haben. Auch wenn jeder dieser Aussage zweifellos zustimmen wird, lieferte ein Konferenzbeitrag aus dem Jahr 2016 den Beweis auch nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten. 97% der Studienteilnehmer überflogen die AGBs, bei einer dem Umfang entsprechenden, mindestens zu erwartenden Lesedauer von 45-60 Minuten, in weniger als 5 Minuten. 74% akzeptierten diese ohne sie überhaupt gesehen zu haben.

Durch die (unbedachte) Bestätigung der Bedingungen werden typischerweise nicht nur die eigenen Urheberrechte an die Anbieter abgetreten, sondern man stimmt einer zumeist umfangreichen Verarbeitung und Weitergabe der persönlichen Daten zu, die bei der Nutzung anfallen. Aber wer hat schon Zeit, seitenweise AGBs zu blättern, wenn man doch nur schnell eine Information oder nur kurz die App benötigt? Es wird schon alles ok sein, man ist ja schließlich nicht der erste oder einzige Kunde …

Die nachfolgenden Initiativen versuchen, dieser – aus Nutzersicht, sehr leichtsinnigen – aus Anbietersicht, vorsätzlich irreführenden – Praxis entgegen zu wirken und dem Nutzer eine Informierte Einwilligung auf Basis strukturell und visuell aufbereiteter Nutzungsbedingungen zu ermöglichen:

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HowTo: Thunderbird Maintenance

Over time Mozilla’s Thunderbird may happen to require some maintenance in order to continue running smoothly. Symptoms could be that either you cannot find mails that are supposed to be there, mails are doubling without any reason, or deleted mails show up again in its original folder.

Note that Thunderbird must be closed (and really not running) for the next steps to be successful. You then need to navigate to your profile folder and execute the given commands at the root of this directory.

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John Perry Barlow

Foto von Joi (CC-BY)

Seine „Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace“ von 1996 hat den Aktivismus für den Erhalt eines freien, unabhängigen und offenen Internet mitbegründet und inspiriert auch noch heutzutage:

A Declaration of the Independence of Cyberspace

Governments of the Industrial World, you weary giants of flesh and steel, I come from Cyberspace, the new home of Mind. On behalf of the future, I ask you of the past to leave us alone. You are not welcome among us. You have no sovereignty where we gather.

We have no elected government, nor are we likely to have one, so I address you with no greater authority than that with which liberty itself always speaks. I declare the global social space we are building to be naturally independent of the tyrannies you seek to impose on us. You have no moral right to rule us nor do you possess any methods of enforcement we have true reason to fear.

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Leseempfehlung: Meinungsfreiheit im Zeitalter sozialer Netzwerke

Zeynep Tufekci (Wikipedia, Twitter) hat vor kurzem ein umfangreiches Essay mit dem Titel „It’s the (Democracy-Poisoning) Golden Age of Free Speech“ auf Wired veröffentlicht. Eine absolute Leseempfehlung, vor allem im Kontext der aktuellen Diskussion zur Gefährdung der Meinungsfreiheit in Sozialen Netzwerken. Wer nicht den ganzen Artikel lesen will, findet nachfolgend einige wichtige Aussagen des Essays. Hoffentlich sinngemäß übersetzt und zusammengefasst, kaum aus dem Kontext gerissen und keinesfalls vollständig:

Früher konnte man unerwünschte Meinungen sehr einfach unterdrücken, indem man entweder den Urheber direkt oder den Zugang zu möglichen Verbreitungsmedien (Druck, Radio, Fernsehen) kontrollierte.

Dagegen ist heutzutage – im Zeitalter sozialer Medien – Jeder zugleich Autor, Herausgeber und Multiplikator. Es ist damit unmöglich geworden, den Inhalt auf Konformität oder auch nur Wahrheitsgehalt zu prüfen, um gegebenenfalls eine Veröffentlichung zu verhindern.

Befinden wir uns damit also im goldenen Zeitalter der Meinungsfreiheit („Free Speech“)? Laut Tufekci nur solange man dem, was das eigene Auge („lying eyes“) sieht, vertrauen kann.

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